Am 30. April 2014 wurde das durch Baumaßnahmen gesicherte und teilweise ergänzte Denkmal Mausoleum der Öffentlichkeit übergeben. Der Vorsitzende des Fördervereins Dirk Jüchter begrüßte die ca. 60 Gäste u.a. den Landtagspräsident a.D. Jürgen Gansäuer, den Bürgermeister Schacht-Gaida und den Bauhistoriker Sid Auffahrth, die der Einladung gefolgt waren. Der Bürgermeister würdigte in seinem Grußwort die erfolgreiche Arbeit des Verein. Der stellvertretende Vorsitzende des Vereins Prof. Dr. Wolfgang Kilian zeigte in seinem anschließenden Beitrag wie mühevoll und lang der Weg war, um um Unterstützung zu werben und die Finanzierung zu sichern. Für die nächste Zeit ist geplant, mit den bei der Baumaßnahme vorgefundenen Ziersteinen den Turmfries zu ergänzen. Mit großer Aufmerksamkeit verfolgten die Anwesenden den Ausführungen von Jürgen Gansäuer über die Bedeutung und den Sinn von Denkmalen. Zum Abschluss wies Sid Affahrth in seinem interessanten Vortrag über den Baumeister des Mausoleums Laves auf die baugeschichtliche Bedeutung des Bauwerks hin.

 

 

Die Grundsicherung des Mausoleums im Sundern ist im vorgegebenen Zeitrahmen erfolgreich abgeschlossen worden und vom Denkmalschutz als "gelungen" bezeichnet. Das Land Niedersachsen hat dem Mausoleum die Denkmalschutzplakette des Landes verliehen, die inzwischen an dem einzig stehengebliebenen Turm angebracht worden ist. Damit ist das Mausoleum erst das zweite Objekt in Niedersachsen, dem diese Auszeichnung gewährt wurde.

Die Erdarbeiten am Ringgraben unter der Federführung des Gewässer- und Landschaftspflegeverbandes begannen am 17.10.2013. Der Graben wurde auf seine ursprüngliche Tiefe ausgebaggert und der Aushub am nord-östlich gelegenen Waldrand abgelegt. Aus dem deponierten Schlamm-Steine-Gemisch wurden Originalsteine mit Wasser herausgespült und in bereitgestellten Containern geborgen. Wider Erwarten kamen zahlreiche Original-Ziersteine zum Vorschein, deren Verwendung in den Maßnahmen aber nicht eingeplant waren (die Identifizierung, Lokalisierung und Verwendung dieser Funde muss einem Folgeprojekt vorbehalten bleiben). Die Arbeiten am Wassergraben konnten am 28.10.2014 beendet werden. Die Container stehen mit den aufgefundenen Originalsteinen gegenwärtig auf dem Bauhof der Stadt Hemmingen.

Die Sanierungsarbeiten am Mausoleum selbst durch die im Ausschreibungsverfahren ermittelte Fa. Mehnert begannen am 24.10.2010. Bei den Arbeiten wurde wie folgt schrittweise vorgegangen:

  • Freilegung der verschütteten Grundmauern und des Innenraums des Mausoleums per Hand und Radlader.
  • Bergung von Originalsteinen; Ziegel-, Form- und Sandsteine wurden zur späteren Verwendung sortiert.
  • Entfernung des Mauerwerks vom Pflanzenbewuchs
  • Herstellung der südlichen Gebäudemauer mit aufgefundenen Originalsteinen
  • Stabilisierung des linken Eingangsturms, jedoch ohne Anbringung von Formsteinen
  • Sicherung der Reste des rechten Eingangsturms bis zu einer Höhe von ca. drei Metern
  • getreppte Herstellung von Teilen der nördlichen Außenmauer mit neuen Ziegelsteinen
  • niedriger Abschluss der südlichen Außenmauer mit den restlichen Originalziegelsteinen.
  • Reinigung und Erneuerung aller Fugen an der erhaltenen Bausubstanz

Auf Grund des verhältnismäßigen milden Winterwetters konnten die Arbeiten am 19.12.2013 beendet werden.

Mit der Bauleitung und Planung war IGP Gockel GmbH & Co. KG betraut.

   

 

 

 

Bauarbeiten

Bauarbeiten: Sicherung des Eckturms (Foto Jüchter)

Das Mausoleum des Generals Graf Carl von Alten, das die beiden Weltkriege unbeschadet überstanden hatte, wurde aber nach dem Zweiten Weltkrieg geplündert und verfiel seither. Dem im Jahre 1987 gegründeten Mausoleumsverein gelang es erst im Jahre 2013, finanzielle Mittel für die Grundsicherung des Denkmals bei Stiftungen und privaten Spendern einzuwerben. Nach Erteilung der Genehmigungen durch die Naturschutzbehörde und die Denkmalschutzbehörde wurden zwischen Oktober und Dezember 2013 im Wesentlichen folgende Sicherungsarbeiten durchgeführt:

- Entschlammung des Ringgrabens um das Denkmal und die (unvorhergesehene)

Bergung von Originalsteinen

- vorläufige Zwischenlagerung des Aushubs und der Originalsteine

- Freilegung der verschütteten Grundmauern und des Innenraums des Mausoleums

- Herstellung der südlichen Gebäudemauer mit aufgefundenen Originalsteinen

- Reinigung und Erneuerung aller Fugen an der erhaltenen Bausubstanz

- Stabilisierung des linken Eingangsturms, jedoch ohne Anbringung von Ziersteinen

- Sicherung der Reste des rechten Eingangsturms bis zu einer Höhe von ca. 3 Metern

- getreppte Herstellung von Teilen der nördlichen Außenmauer mit neuen Ziegelsteinen

- niedriger Abschluss der südlichen Außenmauer mit den restlichen Originalziegelsteinen.

 

Die Bauarbeiten waren von vornherein durch die verfügbaren Finanzmittel begrenzt und konnten innerhalb der vom Naturschutz vorgegebenen Zeitspanne abgeschlossen werden. Die geborgenen schweren Sandsteine werden mit Genehmigung der Naturschutzbehörde am Waldrand gelagert, die übrigen Form- und Ziegelsteinreste auf den Bauhof der Stadt Hemmingen in Arnum verbracht, sobald Frostwetter die Wege befahrbar macht. Dann soll auch Kies zum Schutz des Fußbodens im Innenraum des Mausoleums aufgebracht werden.

 

Der Mausoleumsverein plant im Jahr 2014 - soweit vorhanden - Originalreste von Ziersteinen am renovierten Turm anzubringen sowie den zu ca. 30 % erhaltenen Fußboden zu restaurieren oder dauerhaft zu sichern. Außerdem soll eine angemessene Beschilderung zum und am Mausoleum erfolgen. Ein QR-Schild, das Smartphone automatisch zu detaillierten Informationen auf der Webseite des Mausoleumsvereins verknüpft, ist bereits am Turm angebracht, das Denkmalschild des Landes Niedersachsen ist beantragt.

 

(Text: Kilian)