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Seine Verdienste

Der folgende Kurzbericht dient nicht zur Glorifizierung von Kriegen, Schlachten, Heerführern und Soldaten. Er ist lediglich zeitgeschichtlich zu werten.

In einer Biografie ist nachzulesen: „Sein Ruhm flog über ganz Europa". Aus eigener Erkenntnis: Carl von Alten ist bis zum jetzigen Zeitpunkt der berühmteste Hemminger.

Als „Europäer" war er seiner Zeit weit voraus. Europäer, weil er Truppen verschiedener Nationen als Heerführer diente und in 50 Jahren in erster Linie als Soldat in großen Schlachten für Gerechtigkeit und Frieden kämpfte, um letztlich die französische Fremdherrschaft Napoleons in Europa mit zu beenden.

Der berühmteste Hemminger! Eine Aufzählung soll sein Soldatenleben aufzeigen: 1803 wurde aus Resten des hannoverschen Heeres in England die "Königlich Deutsche Legion" gebildet, die während der ganzen Zeit bis 1815 auf den verschiedenen Kriegsschauplätzen gegen die französische Fremdherrschaft Napoleons kämpfte. Von Alten wurde als Oberst mit der Führung der "Leichten Brigade" betraut.

1807 folgte die Belagerung von Kopenhagen und die Stürmung der dänischen Verschanzungen. 1808 - 1811 kämpfte von Alten in zahlreichen Schlachten mit seiner Brigade in Spanien und Portugal und war entscheidend an der Eroberung der Festung Vlissingen im Jahre 1809 beteiligt.

Am 2. Mai 1812, nunmehr General, übertrug ihm Wellington die Führung der rein englischen "Leichten Division", eine Ehrung, der sich außer ihm kein Ausländer bis zum heutigen Zeitpunkt rühmen konnte. Mit seiner "Leichten Brigade" und dieser englischen "Elitedivision" führte er bei Albuera (1811), Salamanca (1812), Vitoria (1813), beim Bidassoa-Übergang (1813) und schließlich bei den Schlusskämpfen um Toulouse (1813) die Kampfentscheidungen herbei.

1814, zwischenzeitlich zum Generalleutnant befördert, kommandierte er die Legionstruppen und das hannoversche Subsidienkorps in Holland.

   Waterloo 

Am 18. Juni 1815 kam es zur welthistorischen Schlacht bei Waterloo. Von Alten befehligte die britische 3. Division, die sich aus drei britischen Infanterieregimentern, der Legionsbrigade Ompteda, der 1. Hannoverschen Brigade und zwei weiteren Batterien zusammensetzte. Die Engländer und die in der Personalunion verbundenen Hannoveraner benannten den Ort "Waterloo", weil sie dort ihr letztes Hauptquartier eingerichtet hatten, die Preußen hingegen nach dem nächst größeren Ort "Belle-Alliance". Napoleon jedoch gab dieser Schlacht den Namen "Mont-Saint-Jean", weil an diesem Ort die heftigsten Angriffe und die zähesten Verteidigungen stattfanden. Und dort stand der hannoversche Generalleutnant von Alten, der unmittelbare Gegner Napoleons. Der Oberbefehlshaber der alliierten Truppen, Wellington, hatte die drohende Niederlage vor Augen und gab den Ausspruch von sich:

„Ich wollte, es würde Nacht oder die Preußen kämen".

Von Alten hielt mit seinen Soldaten den unaufhörlich anflutenden französischen Sturmangriffen stand, bis Blücher mit seinen Preußen eintraf und das napoleonische Heer geschlagen werden konnte.

Nach diesem Sieg wurde von Alten zum General der Infanterie befördert und in den Grafenstand erhoben. Eine weitere hohe Ehrung: Sein Porträt als Gemälde ließ König Wilhelm IV. von Großbritannien und Hannover im Schloss Windsor in England anbringen.

Von Alten wurde mit weiteren Ämtern betraut: 1816 übernahm er die Heerführung des hannoverschen Kontingent-Korps in Frankreich. 1819 bis 1832 oblag ihm als Inspekteur der Infanterie deren Neuorganisation. Ab 1824 leitete er die neu errichtete Generalstabsakademie zur Fortbildung der Offiziere. 1832 übernahm von Alten als Staats- und Kabinettsminister das Kriegsministerium und 1833 zusätzlich das Außenministerium. Gleichzeitig wurde er Generalinspekteur der Armee und 1837 Präsident des Kriegsgerichtes.

Graf Carl von Alten erlebte am 18. Juni 1832 die Enthüllung der Waterloosäule. Sein König ließ ihm an diesem Tag einen Ehrendegen überreichen, dessen Klinge die Widmung trug:

"Dem besten, durch Geist wie durch militärische Tugenden vorbildlichen Soldaten."

 

Text: Heinz Wiegmann
Photo: Myrabella / Wikimedia Commons / CC-BY-SA-3.0

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