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Förderverein Mausoleum Graf Carl von Alten e.V.

Das Video können Sie sich hier auch hochauflösend ansehen.

Mausoleum wird KGS-Literaturprojekt

Schüler sollen Geschichten schreiben / Förderverein wählt Dirk Oerzen zum neuen Vorsitzenden

Von Tobias Lehmann

Hemmingen. Die KGS Hemmingen stellt das Mausoleum Carl Graf von Alten in den Mittelpunkt eines literarischen Projekts. Mit dieser Mitteilung verabschiedete sich Reinhard Schütze aus seiner fünfjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit als Vorsitzender des Fördervereins Mausoleum. Er kandidierte in der Jahresversammlung am Freitagabend im Bürgersaal aus persönlichen Gründen nicht mehr. Schütze hatte 2018 erstmals ein Schulprojekt gemeinsam mit der KGS entwickelt, das sich um das historische Baudenkmal im Sundern drehte.

Zwölf Schülerinnen und Schüler hatten seinerzeit jeweils eine Gruselgeschichte geschrieben, in die das Mausoleum eingebaut wurde. Alle Geschichten wurden anschließend in dem vom Förderverein herausgegebenen Sammelband mit dem Titel „Der ruhelose Graf und andere Gruselgeschichten“ veröffentlicht. „Der Band kann in den Hemminger Buchhandlungen immer noch gekauft werden“, sagte Schütze. Die damals noch freiwillige Aktion wird jetzt Teil des Lehrplans in der KGS.

Alle Schüler des siebten Jahrgangs müssen sich ab dem nächsten Schuljahr literarisch mit dem Mausoleum auseinandersetzen. „Das kann in Form einer Kurzgeschichte, einer Ballade oder auch einem Gedicht sein“, sagte Schütze. Ziel sei es, die literarischen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Schütze regte an, dass der Verein sich darum kümmern sollte, die besten Geschichten jährlich auch zu veröffentlichen. „Das freut die Schüler und ist eine gute Werbung für uns“, sagte er und bot an, sich auch selbst darum zu kümmern.

Oerzen und Schütze

Zu Schützes Nachfolger wählten die 14 anwesenden Gäste in der rund zweistündigen Sitzung einstimmig den 64-jährigen Dirk Oerzen aus Wilkenburg. Er war zuvor schon zwei Jahre Schützes Stellvertretender. Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden wurde der bisherige Kassenwart Dirk Jüchter gewählt. Vor Schütze hatte Jüchter den Verein auch schon als Vorsitzender geleitet. Neuer Kassenwart ist Gerhard Beckendorff.

Oerzen bedankte sich bei Schütze für dessen großes Engagement und bezeichnete ihn als „der kleine Hase“. Die Anspielung bezog sich auf den Architekten Conrad Wilhelm Hase (1818 bis 1902), der das Gebäude nach einem Entwurf von Georg Ludwig Friedrich Laves im Jahr 1842 fertigstelle. Unter der Leitung von Reinhard Schütze wurde die umfassende Sanierung der Ruine des Mausoleums mit dem Einbau der Kreuzblume aus Sandstein 2020 beendet. „Seit Gründung des Fördervereins 1987 haben wir zur Erhaltung des Mausoleums insgesamt rund 140 000 Euro investiert“, sagte Schütze.

Oerzen ist selbst Architekt und war unter anderem im Bereich der Denkmalpflege in der niedersächsischen Bauverwaltung tätig. Er sagte, dass größere Investitionen in das Bauwerk bis auf Weiteres nicht nötig seien. Jetzt gehe es um die regelmäßige Pflege und darum, dass Bauwerk noch bekannter zu machen. Der 64-Jährige kündigte bereits an, dass der Förderverein auch dieses Jahr wieder am Tag des offenen Denkmals und am Großraumentdeckertag teilnehmen wird.

Schon seit 2015 setzt sich der Förderverein für die Gründung eines Stadtarchivs in Hemmingen ein. Diese Forderung bleibt auch bestehen. Schütze hatte deshalb sogar eine Resolution vorbereitet, die als Unterschriftenaktion veröffentlicht werden sollte. „Der neue Vorstand will sich darüber aber zunächst intern noch einmal abstimmen“, sagte Schütze. Schütze warb jedoch dafür, dass Thema nicht auf die lange Bank zu schieben. „Das Stadtarchiv muss in Hemmingen wieder auf die Tagesordnung kommen“, sagte er.

Quellenangabe: Hemmingen/Pattensen vom 02.05.2022, Seite 1

Einladung zur MV am 29.04.2022

Förderverein wirbt um Mitglieder

Wir, als  Förderverein Mausoleum Graf Carl von Alten e.V. , werben um Sie als neues Mitglied. Wer sich von Ihnen für die Geschichte des Graf Carl von Alten  und den Erhalt des  1842 nach Entwürfen des königlich-hannoverschen Hofbaumeisters Georg Ludwig Friedrich Laves und vom Architekten Conrad Wilhelm Hase erstmals im Neugotischen Stil errichteten und im Naturschutzgebiet Sundern gelegenen Bauwerk und Denkmal interessiert , ist sehr willkommen.

Als Fördermitglied sind Sie mit einem Beitrag von 1 Euro pro Monat dabei und helfen den Verein damit das Denkmal Mausoleum mit zu unterstützen und zu sichern und wenn Sie darüber hinaus an einer Mitarbeit im Vorstand interessiert sind würden wir uns über eine Kontaktaufnahme sehr freuen.

Möglich ist dies über info@mausoleumsverein.de oder Vorsitzender Förderverein R.Schütze Mobil 0174-3065585.

Denkmal-und Kulturroute 2021

Den Flyer können sie auch als PDF-Datei herunterladen

 

Wenige Besucher auf Kulturroute

Koordinator Reinhard Schütze hofft auf bessere Zahlen im nächsten Jahr

Von Tobias Lehmann

Hemmingen. Die dieses Jahr auf zwei Tage verteilte Kulturroute in Hemmingen hat nur wenige Besucher angelockt. „Die Zahlen sind dramatisch eingebrochen. Wir hatten im Vergleich zu den Vorjahren etwa die Hälfte der üblichen Gäste“, sagt Reinhard Schütze, der als Vorsitzender des Mausoleumsvereins auch die Kulturroute koordiniert.

Bereits am Sonntag vor einer Woche waren es wenige Besucher, am vergangenen Sonntag waren es noch weniger. Alle Zahlen lagen Schütze am Montag allerdings noch nicht vor. Durchschnittlich haben in den vergangenen Jahren immer etwa 1300 Bürgerinnen und Bürger die auf der Route ausgewiesenen Kulturdenkmäler besichtigt. „Die Kapelle im Alten Dorf war dieses Jahr relativ gut besucht. An den meisten anderen Orten lief es jedoch nicht gut“, sagt Schütze.

Internationale Gäste

Internationale Gäste waren allerdings auch dieses Jahr wieder dabei. Schütze berichtet von einer Mexikanerin, die zufällig gerade in der Gegend Urlaub machte und beim Mausoleum vorbeikam. Weitere Besucher kamen unter anderem aus Stockholm und Bayern. „Die hatten alle früher mal in Hemmingen gelebt und nutzten die Kulturroute für einen Besuch“, sagt Schütze.

Da es insgesamt so wenig Besucher waren, konnten sich die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Route bei der Vorstellung der Kirchen und Kapellen viel Zeit nehmen und mit den Besuchern ins Gespräch kommen. „Das war gut. Dennoch will ich ein Jahr mit so wenig Gästen nicht noch einmal erleben“ sagt Schütze.

Der Koordinator geht aber davon aus, dass es 2022 wieder besser laufen wird. Normalerweise wird die Kulturroute immer mit dem Entdeckertag und dem Tag des offenen Denkmals in der Region Hannover verbunden. Dieses Jahr wurden die beiden Tage wegen der Kommunalwahl jedoch getrennt. „Ich glaube, das haben gar nicht alle mitbekommen“, sagt Schütze.

Orgelwerkstatt wieder dabei

Am Programm der Kulturroute soll es nur wenig Änderungen geben. „Ich habe mit der Kirchenregion und der Region Hannover vereinbart, dass wir uns auf historische und kirchliche Gebäude konzentrieren. Stationen, an denen Künstler ihre Werke präsentieren, passen dort nicht hinein“, sagt Schütze. Kleinere Änderungen im Programm gibt es jedoch immer wieder. So wird im nächsten Jahr die Orgelwerkstatt in Hiddestorf wieder an der Kulturroute teilnehmen, die dieses Jahr nicht dabei war.


Quellenangabe: Hemmingen/Pattensen vom 15.09.2021

 

Die Hemminger Denkmals-und Kulturroute findet in diesem Jahr an zwei statt Sonntagen statt

am 5.September 2021    - 34.Region-Entdeckertag

am 12.September 2021  - Tag des offenen Denkmals

Sie möchten Hemmingens Denkmals- und Kulturroute erleben ?

Ob ÖPNV, Rad, zu Fuß oder auch Auto, sie können sowohl am Regions-Entdeckertag als auch am Tag des offenen Denkmals bzw. am Wahlsonntag (Region +K-Wahl +BM-Wahl) die ganze Vielfalt der Hemminger Ortsteile mit seinen kulturellen Besonderheiten kennen lernen

und können in einem Flyer mit Stadtplan (ausgelegt in versch. Geschäften und im Rathaus ) die markierten Orte und Objekte besuchen und erkunden.

Jedes Objekt präsentiert sich im Flyer mit einem Foto, einer Kurzbeschreibung und der 

Adresse mit den angegebenen Öffnungszeiten.

In 2021 sind am 5.+12.September dabei: die vier Kapellen in Arnum, Devese, Harkenbleck und im alten Dorf Hemmingen-Westerfeld. Weiterhin die Nikolai-Kirche in Hiddestorf ,die Friedenskirche in Arnum und die St.Vitus Kirche in Wilkenburg mit besonderen Programm und Aktionen: Um 12 Uhr spielt die Prima Vista Brass Band der Musikschule und um 16 Uhr findet ein Orgelkonzert der neu renovierten Orgel statt und mit Führungen zwischen den Konzerten.

Weitere Stationen auf der Route sind das Mausoleum Graf Carl von Alten im Sundern, die Alte Waage in Ohlendorf , die Oldtimersammlung von Bernd Filax in Ohlendorf, das Cafe Webstuhl – ein Ort der Einkehr und Ruhe bei Kaffee und Kuchen zwischen Ohlendorf und Devese und wer lieber lecker Snacks und Getränke mit Aufenthalt mitten in der Natur und am See haben möchte, ist in der Shinebar in Hemmingen-Westerfeld bestens aufgehoben.

Ergänzend zum Mausoleumsbesuch kann in der Friedhofskapelle Hemm.Westerfeld, Weetzener Landstr. die Mausoleums-Tür besichtigt werden - eine besondere Empfehlung – denn die Friedhofskapelle wird nur zu Trauerfeiern geöffnet.

Die einzelnen Veranstalter und der Förderverein hoffen durch den gemeinsamen Auftritt von Flyer, Plakate und Homepage www.mausoleumsverein.de  auf ein breites Interesse für die Besucher der gesamten Region.

Die Hemminger Denkmal-und Kulturroute wird von der Region auch auf ihrer Internetseite www.entdeckertag.de beworben und in ihrer Begleitbroschüre zum 34.Regions-Entdeckertag.

Zu den angegebenen Öffnungszeiten treffen die Besucher auf fachkundige Personen, die für Fragen und Erläuterungen zur Verfügung stehen.

Ein Dank geht an alle Beteiligten und an die Stadt Hemmingen als Zuschussgeber zum Flyer.

Nutzen Sie die Gelegenheit, die Objekte auf der Route, oder Teile davon, persönlich anzuschauen.

Reinhard Schütze, Koordinator

Mobil:   0174-3065585

Mail:     schuetze@mausoleumsverein.de

BM-Kandidatentreffen vom 12.06.2021

 

Auszug aus Hallo Wochenende vom 12.06.2021 Seite 4

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Broschüre Mausoleum im Sundern

Der Förderverein Mausoleum Graf Carl von Alten e.V. bietet nach wie vor die Broschüre “Das Mausoleum im Sundern” als erweiterte Lektüre

für historisch interessierte Besucher/innen und Leser/innen an.

Auch oder trotz der seit März letzten Jahres herrschenden Corona-Pandemie können wir einen außerordentlich regen Besuch des Mausoleum feststellen.

Der dort erhältliche Mausoleumsflyer in Kurzform  und die Zeitschrift Monumente werden ständig im Flyerbehälter  nachgelegt

und als weitere Ergänzung zum Mausoleumsflyer bietet sich die 2.Auflage der Broschüre für 3 Euro an.

Die auf 72 Seiten weiterführenden historischen Informationen  der Broschüre sind zum Nachlesen  sicherlich empfehlenswert.

Auch wenn seit der 2.Auflage 2015 weitere Baumaßnahmen am Mausoleum durchgeführt wurden ist die Broschüre über die europäische, kultur-und baugeschichtliche Bedeutung des Mausoleums,

die beteiligten Bauherren G.L.F.Laves und C.W.Hase und die  Verdienste des Generals Graf Carl von Alten aktuell.

Ein Einlegeblatt über die wieder gefundene Mausoleumstür ist jedem Buch beigelegt.

Die Broschüre kann erworben werden bei dem Vorsitzenden Reinhard Schütze

Mail:    info@mausoleumsverein.de oder

Mail:    schuetze@mausoleumsverein.de

Mobil:  0174-3065585

oder als Postversand für 5 Euro

Hemminger Mausoleum wird zum Filmset

Hannoversche Butoh-Tänzer verwenden Ruine im Sundern als Kulisse für gleich zwei Produktionen

Von Stephanie Zerm

Hemmingen/Hannover. Ihre Bewegungen sind langsam, sie wirken oft abgehackt und unästhetisch. Doch schön wollen die sieben Tänzer vom Butoh-Ensemble Mar Mäander aus Hannover auch nicht sein. Sie tanzen vor dem Hemminger Mausoleum. Ihre Gesichter sind weiß geschminkt, ihre Kleidung ist schwarz. „Individualität ist beim Butoh-Tanz unerwünscht“, erklärt Ensembleleiterin Maren Konn.

„Daher blicken viele der Tänzer ins Leere, andere schielen oder verdrehen die Augen, sodass man nur noch das Weiße sieht.“ Denn beim Butoh-Tanz spricht allein der Körper. Und was der zu sagen hat, ist oft verstörend. Einige Tänzer wälzen sich wie unter Schmerzen auf dem Schotterboden vor dem Mausoleum im Sundern, andere bewegen sich marionettenhaft, taumeln und torkeln. Der besondere Ausdruckstanz entstand in den Fünfzigerjahren in Japan und war ein Gegenentwurf zur schönen Scheinwelt der amerikanischen Musicals.

Nur wenige Butoh-Gruppen

Am Sonnabend haben die hannoverschen Tänzer, die zu den wenigen Butoh-Ensemblen in ganz Deutschland gehören, zahlreiche Filmsequenzen am Mausoleum aufgenommen. Für Besucher war die Ruine in diesem Zeitraum mit Flatterband abgesperrt. Aus den einzelnen Szenen soll ein Video entstehen, das die Tänzer im Internet veröffentlichen wollen. „Da wir wegen der Corona-Pandemie zurzeit nicht auftreten können, haben wir seit Beginn der Pandemie jeden Monat ein Video produziert und online gestellt“, sagt Konn.

Dabei war der Film am Sonnabend bereits der zweite, den die Tanzgruppe am Mausoleum aufgenommen hat. Schon vor etwa zwei Wochen drehte die Filmstudentin Maren Stoppel aus Hannover mit den Tänzern an der Ruine Szenen für einen Dokumentarfilm über den Tod. „Der Tanz soll dabei künstlerisch durch die Thematik führen“, erläutert Konn, die den Butoh-Tanz vor sieben Jahren für sich entdeckte, und seitdem mehrere Kurse bei sogenannten Meistern absolviert hat.

Am Mausoleum haben sich die Tänzer laut Konn mental mit der Ruine verbunden und diese dann in ihren Bewegungen „zu Wort“ kommen lassen. Sie selber habe im Mausoleum jedoch nicht etwa Tod oder Zerfall gespürt, sondern Jugend und Kindheit. „Das liegt wahrscheinlich daran, dass hier früher viele junge Menschen Partys gefeiert haben“, vermutet die Lehrerin.

Förderverein: Sofort zugestimmt

Reinhard Schütze, Vorsitzender des Fördervereins Mausoleum Graf Carl von Alten, erläutert: „Als wir angefragt wurden, ob die Filmaufnahmen am Mausoleum stattfinden dürfen, haben wir sofort zugesagt. Die Kulisse bietet sich geradezu dafür an.“ Daher kann sich Konn auch durchaus vorstellen, mit ihrem Ensemble einmal am Mausoleum öffentlich aufzutreten. Zu sehen sind die Filmaufnahmen von Mar Mäander demnächst auf der Internetplattform Youtube.

Carl von Alten spielte als Befehlshaber von englisch-hannoverschen Truppen in der Schlacht bei Waterloo 1815 eine wichtige Rolle. 1842 hatten Georg Ludwig Friedrich Laves und Conrad Wilhelm Hase, prominente Architekten im Königreich Hannover, das Mausoleum fertiggestellt.

Quellenangabe: Hemmingen/Pattensen vom 01.09.2020, Seite 1

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Mitteilung an die FöMitglieder

Liebe Fördermitglieder,

 für alle, die nicht dabei sein konnten, ein paar Zeilen zum Aufsetzen der Kreuzblume auf den Turm……

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Eine Kreuzblume für den Mausoleumsturm

 

Am Donnerstag, den 25.Juni war es soweit: Eine Kreuzblume schmückt wieder die Spitze des letzten verbliebenen Turmes des Mausoleums Graf Carl von Alten .

Die aus Obernkirchener Sandstein nach historischem Vorbild gefertigte Rekonstruktion wurde in luftiger Höhe und von einem Gerüst aus über einen Stahlstab auf einen vorhandenen Sandsteinsockel aufgesetzt. Der Stahlstab sichert die gesamte Konstruktion bis tief in den Turm hinein und eine zusätzlich aufgetragene Imprägnierung soll  gegen Umwelt- und Witterungseinflüsse schützen.

Heinz Wiegmann, Ehrenvorsitzender „ Ich bin froh, was hier wieder hergestellt worden ist  und ich freue mich sehr darüber. Mein Wunsch ist mit der Wiederherstellung der Kreuzblume in Erfüllung gegangen“. Er hatte vor Jahren einen Spendenfonds in Höhe von 3.000 Euro dafür eingerichtet.

Die Denkmalschutzabteilung der Region Hannover beteiligte sich ebenfalls mit einem Zuschuss in erfreulicher Höhe an den Gesamtkosten.

Ein Glücksfall für den Förderverein war auch die Bereitschaft und die sehr gute Arbeit und Ausführung durch den Ricklinger Steinbildhauer Lars von Berg.

Aus dem Sandsteinblock fertigte er die Kreuzblume nach alten Fotos und nach gutachterlicher Vorlage eines Architekturvermessungsbüros aus Dresden mit ihren floralen Blumen, Blättern am Stein – auch Krabben genannt - mit einer darauf stehenden, separaten Turmspitze.

Eine Originalgetreue Rekonstruktion aus roten Formziegelsteinen – wie sie 1842 als krönender Abschluss der im neugotischen Stil errichteten Mausoleumstürme auf alten Fotos zu sehen sind – musste leider verzichtet werden, sowohl aus Herstellungs- als auch aus Kostengründen.

Die rekonstruierte Kreuzblume bestimmt – wie die alten nicht mehr vorhandenen – in ihrer ästhetischen Form den gotischen Stil als  Abschluss eines Turmes mit dem Streben nach oben.

Bedauerlich ist nur, das Vandalismus, Plünderungen und der danach erfolgte Einsturz des Gebäudes zum Verfall geführt und die bis dahin vorhandenen 5 Kreuzblumen nicht gefunden wurden.

Umso mehr freut sich der Förderverein Mausoleum Graf Carl von Alten e.V. mit Heinz Wiegmann über die Rekonstruktion der Kreuzblume als attraktiven Abschluss und Vollendung des verbliebenen Mausoleumturmes.

 

Wir danken allen beteiligten Firmen, Mitarbeitern und dem Steinbildhauer Lars von Berg

für ihre gute und professionelle Arbeit.

 

Der Fördervereinsvorstand

Reinhard Schütze, Vorsitzender

Bildergalerie Kreuzblume hier:

Eine Kreuzblume für den Mausoleumsturm

Verein lässt Verzierung nach historischen Vorlagen fertigen /
Großteil der Rekonstruktionskosten werden durch Spenden finanziert

 Von Torsten Lippelt

Handwerker setzen die aus Obernkirchener Sandstein gefertigte Kreuzblume fachgerecht auf die verbliebene Turmspitze des Mausoleums.Foto: Torsten Lippelt
 

Hemmingen. Eine dekorative Kreuzblume schmückt wieder die Spitze des letzten verbliebenen Turmes des Mausoleums Graf Carl von Alten im Naturschutzgebiet Sundern. Die aus Sandstein nach historischem Vorbild gefertige Reproduktion ist am Donnerstag feierlich von Handwerkern des Ronnenberger Bauunternehmens Menert installiert worden.

„Bis Juni ist sie fertig“, hatte Reinhard Schütze noch Ende Februar den Mitgliedern bei der Hauptversammlung des Fördervereins Mausoleum Graf Carl von Alten versprochen. Dass der Zeitplan trotz der in ihrer Auswirkung seinerzeit noch nicht absehbaren Corona-Pandemie gehalten werden konnte, freute den Vorsitzenden.

Kreuzblumen sind ästhetische Abschlüsse von Gebäudeturmspitzen. Versehen mit vielen blumenähnlichen Ornamenten sehen die bildhauerischen Arbeiten von der Seite kreuzförmig aus.

Mit Hilfe eines Kranauslegers wuchteten die Bauhandwerker die beide Sandsteinteile nach den offiziellen Reden am Donnerstag in luftige Höhe und von einem Gerüst aus auf die Spitze des verbliebenen Mausoleumsturms. Die schweren Elemente wurden auf eine Metallspitze gesetzt, die zum besseren Halt installiert worden war. Anschließend wurden sie ausgerichtet, mit Spezialkleber befestigt und gegen schädliche Umwelteinflüsse imprägniert.

„Ich bin froh, was hier wieder hergestellt worden ist“, sagte der Ehrenvorsitzende Heinz Wiegmann am Donnerstag erleichtert. Für die Kreuzblume hatte er vor Jahren einen separaten Spendenfonds eingerichtet: 3000 Euro der Gesamtkosten von 5600 Euro stammen daraus. Wie der Vorsitzende Schütze erklärte, hatte auch die Region Hannover einen „Zuschuss in beträchtlicher Höhe“ gegeben.

Kreuzblume wiegt 90 Kilogramm

Das Material der Kreuzblume stammt aus einem Steinbruch bei Obernkirchen. Gemeinsam mit dem für die künstlerische Ausführung nach historischen Vorlagen beauftragten Ricklinger Steinmetz Lars von Berg war der Vereinsvorsitzende Schütze im Frühjahr dorthin gefahren. Aus dem ausgewählten Sandsteinblock fertigte der Bildhauer dann die rund 90 Kilogramm schwere Kreuzblume mit ihren floralen Ornamenten an wie auch die darauf stehende, separate rund 25 Kilogramm schwere Spitze.

Der 1987 gegründete Mausoleumsverein zählt aktuell rund 30 Mitglieder und bemüht sich um den Erhalt und die teilweise Rekonstruktion des Mausoleums des Grafen Carl von Alten (1764-1840). Als hannoverscher General hatte dieser mit seinen Truppen bei der Schlacht von Waterloo 1815 maßgeblich dazu beigetragen, dass Napoleons Herrschaft über Europa endete.

Die ersten 100 Jahre bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges hatte das 1842 fertiggestellte Mausoleum trotz eines nur wenige Hundert Meter entfernt abgestürzten britischen Bombers unbeschadet überstanden. In der Nachkriegszeit jedoch bis in die 1980er-Jahre hinein erfuhr es zunehmend Vandalismus und Plünderungen, bis es fast vollständig verfallen war. Die Gebeine des Grafen Carl von Alten waren schon 1958 in die Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis in Hannover überführt worden.

„Zu spät gegründet“

„Ich habe den Förderverein zehn Jahre zu spät gegründet“, stellte Wiegmann bei seiner Rede zur Kreuzblumen-Aufsetzung fest. Der Verfall war seinerzeit schon weit fortgeschritten. Seit nunmehr mehr als drei Jahrzehnten setzt sich Wiegmann – erst als Vereinschef, inzwischen als Ehrenvorsitzender – mit zahlreichen Mitstreitern für den Erhalt und die teilweise Restaurierung des Mausoleums ein.

Der Vorsitzende Schütze dankte allen Spendern und Stiftern für deren unermüdliches Engagement. Für die Museumsarbeit und den Erhalt des Mausoleums seien in der Vergangenheit 130 000 Euro gesammelt worden.

Quellenangabe: Leine-Nachrichten - Hemmingen/Pattensen vom 29.06.2020, Seite 1

Bericht von der MV 28.02.2020

Mausoleumsverein plant Kinderaktionen

Neue Kreuzblume: Sandsteindekoration für Turmspitze soll bis Juni fertig sein / Vorstand bestätigt

Von Torsten Lippelt

Hemmingen-Westerfeld. Viel Erfreuliches über die Arbeit des Fördervereins Mausoleum Graf Carl von Alten wusste am Freitagabend dessen Vorsitzender Reinhard Schütze im Bürgersaal in Hemmingen-Westerfeld zu berichten. Den anwesenden zehn Mitgliedern teilte er im Rahmen seines Berichtes zur Jahresversammlung mit, dass die angestrebte Reproduktion der ehemaligen Kreuzblume aus Sandstein über dem Eingang zum Mausoleum nun kurz vor der Realisierung stehe.

„Bis Juni ist sie fertig“, versprach Schütze erfreut. Beauftragt mit den Arbeiten wurde dafür der Ricklinger Steinmetz Lars von Berg. Das dekorative Element am ehemaligen Grab des bei der Schlacht von Waterloo (1815) gegen Napoleon erfolgreichen hannoverschen Generals Graf Carl von Alten wurde nach alten Vorlagen am Computer errechnet. Bis zu 3000 Euro der geschätzten Kosten übernimmt dabei Heinz Wiegmann, der Ehrenvorsitzende und Mitbegründer des Mausoleumsvereins. Dafür hat er bereits vor Jahren ein Konto eingerichtet.

In seinem Jahresbericht für 2019 verwies Reinhard Schütze auf die konstante Mitgliederzahl von 28 an örtlicher Geschichte Interessierten.

Schreibwettbewerb für Kinder

„Leider ermöglichen die Lehrpläne der Schulen diesbezüglich keine konstante inhaltliche Zusammenarbeit mit uns“, bedauerte Schütze. Er verwies jedoch auf die erfolgreiche Kooperation mit der KGS Hemmingen, zu der die im letzten Jahr erfolgte Vergabe und Ehrung von zwölf Schülern vom Schreibwettbewerb Geister- und Gruselgeschichten mit Bezug zum Mausoleum gehörte. Bei gleich zwei von den Kindern sehr gefragten Sommer-Ferienpassaktionen ist im Rahmen von Nachtwanderungen zum Mausoleum dort dann im Fackelschein aus den Texten vorgelesen worden.

Zu den vielfältigen Vereinsaktivitäten zählten unter anderem auch das aus erhaltungstechnischen Gründen erfolgte Auswechseln von 47 maroden Steinen am Mausoleum durch entsprechend vorhandene andere Steine. Dies kostete rund 2300 Euro. Die Schülertexte wurden als Buch in einer Auflage von 200 Exemplaren beim Hemminger Ganymed-Verlag veröffentlicht und für 7 Euro das Stück bis auf wenige Restexemplare aktuell bereits verkauft. Die Ostereiersuche der Kinder gehörte 2019 ebenso zu den erfolgreichen Veranstaltungen, wie die Vereinspräsentation beim Hemminger Stadtfest im Strandbad und der landesweit im Rundfunk gesendete Besuch in der NDR-Plattenkiste.

Bei den Wahlen wurde dann das Vorstandsteam einstimmig bestätigt und erweitert: Neben dem aktuell nicht zur Wahl stehenden Vorsitzenden Reinhard Schütze und dessen Stellvertreter Dirk Oerzen wurde Dirk Jüchter für ein weiteres Jahr als Kassenwart in seinem Amt bestätigt. Linda Oerzen ist ebenso weiterhin für den Vorstand als Schriftführerin aktiv. Zur neuen Beisitzerin wurde in Abwesenheit Julia Juschkewitz gewählt.

Im Rahmen einer erweiterten Öffentlichkeitsarbeit ist das Faltblatt über das Mausoleum seit Ende September nun in einer Auflage von jeweils 250 Exemplaren neben Deutsch auch in Englisch, Französisch und Polnisch zu lesen. Auch der Internetauftritt des Vereins wurde Ende Oktober aktualisiert.

Verein plant Aktionen

Im Ausblick auf 2020 verwies der Vereinsvorsitzende auf die Beteiligung mit einem Infostand in der Mensa am Tag der offenen Tür der KGS Hemmingen am Freitag, 6. März, ab 15 Uhr. Darüber hinaus ist für Ostersamstag wieder ein Ostereiersuchen für Kinder am Mausoleum geplant und am 11. April ein Erinnern an den 180. Todestag des Grafen Carl von Alten. Im Mai oder Juni soll es einen Lavespfadbesuch bei Derneburg/Uslar geben. Schütze schlug auch vor, dass der Verein bei Interesse einen Besuch in Belgien von Waterloo und Brüssel organisiert. Ein Datum nannte er nicht.

Mit jeweils 16 Kindern stehen im Rahmen des Sommerferienpasses für den 20. Juli und 17. August begleitete Nachtwanderungen zum Mausoleum auf dem Programm.


Quellenangabe: Hemmingen/Pattensen vom 02.03.2020, Seite 1

Spannende Historie: Das Adelsgeschlecht von Alten

Lothar Rilinger berichtet über die Geschichte der international verzweigten Familie

Von Torsten Lippelt

Hemmingen. Mit einem rund einstündigen Vortrag und anschließender Diskussion hat der Hemminger Rechtsanwalt für Arbeitsrecht und Buchautor Lothar Rilinger am Freitagabend den Gästen im Bürgersaal des Rathauses Hemmingen Einblicke in die Familienhistorie der in und um Hannover verwurzelten Adelsfamilie von Alten gegeben. Anlass dazu war für den über seine Frau Svanburga von Alten-Rilinger selbst zur Familie gehörenden, gebürtigen Berliner die sich hier anschließende Mitgliederversammlung des Fördervereins Mausoleum Graf Carl von Alten.

Zurück bis ins 12. Jahrhundert

Rilinger ging in seinem Bericht zurück bis ins 12. Jahrhundert. Erstmals erwähnt wurde ein Arnulf von Alten im Jahre 1149. Es folgte eine Urkunde des Bischofs von Minden aus dem Jahre 1182. Als eine der ältesten Familien in der Region verfügte diese weit verzweigt bereits im Mittelalter über mehrere Generationen vererbten Grundbesitz und Güter, darunter in Großgoltern, Linden und Ricklingen, Hemmingen und Wilkenburg. Der Familiensitz dort musste nach fast 700 Jahren (seit 1215) im Jahr 1904 jedoch aufgegeben werden.

Denn im Verhältnis zu den erwirtschafteten Produkten lebte „die Familie hier auf zu großem Fuß. Da reiste man im Winter wegen des besseren Wetters sogar nach Nizza“, wusste Lothar Rilinger zu berichten. Zweimal wurde ein Familienmitglied in den Grafenstand erhoben: Am 21. Juli 1815 war es der königlich großbritannische und hannoversche General der Infanterie, Carl August von Alten. Für diesen wurde dann auch im Sundern das Mausoleum errichtet, um dessen Ruine sich der Hemminger Förderverein kümmert. Im Januar 1901 war es dann der in den preußischen Grafenstand erhobene preußische Kammerherr und Gutsherr auf Linden, Carl von Alten.

Familie international verzweigt

Rilinger zeigte an drei Familienbeispielen auch die internationale Verquickung der Adelsfamilie im 19. Jahrhundert auf: Dazu gehörte mit Georg von Alten der bis 1871 für den Norddeutschen Bund agierende Generalkonsul in Jerusalem ebenso, wie die als „Double Duchess“ bekannt gewordene oberste Hofdame der englischen Königin Victoria, Luise Auguste Friederike von Alten. Ihre Schwester, Guidobaldine Victorine Gräfin von Alten, heiratete ins stadtrömische und päpstliche Adelsgeschlecht der Colonna ein.

Unter dem zustimmenden Nicken der anwesenden Mausoleumsvereinsmitglieder äußerte Lothar Rilinger anschließend wiederholt seine Verwunderung darüber, dass im Hemminger Stadtgebiet nicht ein einziger Platz und keine Straße nach Graf Carl von Alten benannt ist, dem bei der Schlacht von Waterloo (1815) gegen Napoleon für den Erfolg mit ausschlaggebenden General. „Ich glaube, es gibt nur wenige international bekannte Persönlichkeiten, die aus Hemmingen kommen und nach denen man vielleicht mal eine Straße benennen könnte“, so Lothar Rilinger.

Eine Möglichkeit, den historisch bedeutsamen General mehr ins Blickfeld der Öffentlichkeit rücken zu lassen, sind Überlegungen des Mausoleumsvereins zu einer Erinnerungsveranstaltung am Montag, 20. April – dem 180. Todestag des Grafen Carl von Alten.



Quellenangabe: Hemmingen/Pattensen vom 03.03.2020, Seite 1

Ostereiersuche am Samstag, 20.April 2019

Hier noch ein paar Bilder vom Ostereiersuchen

Mausoleumsbesuch des Regionspräsidenten auf seiner Sommertour am 14.August 2019

Claus-Dieter Schacht (li) und Hauke Jagau (re) besuchen auf der Sommerradtour auch das Mausoleum im Sundern.

Hemmingen/Laatzen. Der Regionspräsident kam nach Hemmingen-Westerfeld, aber mit Verspätung. Aus mehreren Gründen hatte sich der Zeitplan verzögert, bis Hauke Jagau das Mausoleum im Naturschutzgebiet Sundern am Mittwochnachmittag erreichte – die letzten 200 Meter nicht mit dem Rad, sondern wegen des Kiesweges zu Fuß.

Zu insgesamt drei Sommerradtouren in den vergangenen zwei Wochen hatte er die Bürger eingeladen, ihn zu begleiten. Etwa 70 waren am Mittwoch dem Aufruf gefolgt und starteten am S-Bahnhof Misburg/Anderten. Die Route führte über den Kronsberg und Laatzen-Grasdorf nach Hemmingen. Hatte es schon beim Start wegen einer S-Bahn-Verspätung Probleme mit dem Zeitplan gegeben, verschoben sich nach dem Besuch der Freien Martinsschule in Grasdorf die Termine noch weiter nach hinten. Laatzens Bürgermeister Jürgen Köhne stellte der Radlergruppe ausgiebig das Programm „Soziale Stadt“ und den Wandel Laatzens vor – weg von der ursprünglich in den Sechzigerjahren geplanten Autostadt mit vier Fahrspuren.

Der Tour hatten sich im Vorfeld auch Mitglieder des Ortsverbandes Hemmingen/Pattensen im Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) angeschlossen. „Wir haben mehr Radsicherheit für den Bereich der Wilkenburger Spinne thematisiert und den Ausbau des Alltags- und Freizeitradwegenetzes“, sagte Radtourplaner Günther Kleinod, der gemeinsam mit dem Ortsverbandssprecher Jens Spille mitgeradelt war. Er bedauerte etwas, dass für intensivere Gespräche mit Jagau aufgrund der hohen Teilnehmerzahl und des Programms leider kaum Zeit gewesen sei. Die Wilkenburger Spinne ist der Kreuzungsbereich der Dorfstraße mit der L 389, die von Wülfel nach Wilkenburg führt.

Auch der Aufenthalt am Mausoleum des Grafen Carl von Alten gestaltete sich länger. Denn der Fördervereinsvorsitzende Reinhard Schütze und seine Vorstandskollegen Dirk Oerzen und Dirk Jüchter stellten den Teilnehmern ausgiebig die Historie der Sehenswürdigkeit vor. Auch Hemmingens Bürgermeister Claus Schacht und die Hemminger Landtagsabgeordnete Kerstin Liebelt verfolgten die Ausführungen, bevor die meisten mit einem gemeinsamen Besuch des Strandbad-Biergartens in Hemmingen-Westerfeld die Sommertour ausklingen ließen.

Von Torsten Lippelt
Quellenangabe: Hemmingen/Pattensen vom 16.08.2019

Besucher am Mausoleum des Grafen Carl von Alten

Kerstin Liebelt-LT-Abgeordnete, Reinhard Schütze-Vorsitzender FöVerein , Claus Schacht-Bürgermeister, Hauke Jagau-Regionspräsident

Mausoleumsverein beim NDR

Förderverein Mausoleum Graf Carl von Alten e.V. aus Hemmingen gestaltet die Sendung Plattenkiste von NDR 1 Niedersachsen

Woher kommt die große Leidenschaft für ein knapp 200 Jahre altes Gebäude? Diese Frage stellte NDR-Moderator Michael Thürnau in der Sendung „Plattenkiste“ den drei Vertretern des Hemminger Mausoleumsvereins, die im Studio in Hannover zu Gast waren. Der Vorsitzende Reinhard Schütze, der Ehrenvorsitzende und Vereinsgründer Heinz Wiegmann sowie Vorstandsmitglied Dirk Jüchter wussten über das 1842 fertiggestellte Mausoleum im heutigen Naturschutzgebiet Sundern viel zu berichten. „In meiner Jugend war Hemmingen ein Dorf. Damals gab es nicht viel mehr als den Schützenverein, den Sportverein, die Feuerwehr und eben das Mausoleum“, sagte Wiegmann.

Um den fortschreitenden Verfall des Gebäudes aufzuhalten, gründete Wiegmann deshalb 1986 den Mausoleumsverein. „Wir haben in drei Wintern den Schutt herausgefahren und das Gebäude wieder hergerichtet“, sagte er. Thürnau bezeichnete Wiegmann augenzwinkernd als den Indiana Jones von Hemmingen. Dirk Jüchter trat dem Verein 2009 bei und war ebenfalls für einige Jahre dessen Vorsitzender. Er berichtete über den hannoversch-britischen General Graf Carl von Alten, der von 1764 bis 1840 gelebt hat. „Sein Bild hängt im Schloss Windsor neben Wellington und Blücher“, sagte Jüchter.

Das Mausoleum Graf Carl von Alten ist ein ganz besonderes Baukunstwerk. Es liegt im Ortsteil Wilkenburg der Stadt Hemmingen. Graf Carl von Alten war ein hannoversch-britischer General und Staatsmann, der von 1764 bis 1840 gelebt hat. Der Entwurf des Mausoleums stammt von Georg Ludwig Friedrich Laves, ein bekannter Architekt in hannoverschen Kreisen. Erbauen ließ es der Architekt Conrad Wilhelm Hase. Mit Liebe hat er die einzelnen Ziegel selber geformt.
Den Ort für sein Begräbnis hat sich Graf Carl von Alten selbst ausgesucht. Der Stammsitz seiner Familie kommt aus der Umgebung Hannover. Das Mausoleum steht auf einer kleinen Insel, umrandet mit Wasser und ist nur per Brücke zu erreichen.

Täglich kommen dort Fußgänger und Radfahrer vorbei. Doch das war nicht immer möglich, denn zwischenzeitlich ist das Mausoleum verfallen. Heute kümmert sich der Förderverein darum, dass dies nicht noch einmal geschehen wird.

Im Mai 1986 gründete Heinz Wiegmann mit zwölf weiteren Leuten den Förderverein. In drei Wintern haben sie den Schutt rausgefahren und alles wieder hergerichtet. Damals war Hemmingen noch ein Dorf - mehr als die Feuerwehr, den Schützenverein, den Sportverein und das Mausoleum gab es nicht. Genau deshalb liegt es Heinz Wiegmann auch so am Herzen. Heute ist er Ehrenvorsitzender.

Reinhard Schütze ist nicht nur vom Mausoleum, sondern auch von Graf Carl von Alten fasziniert, weil er so begabt war. Der Architekt Hase sah in dem Gebäude den Anfang der Hannoverschen Backstein-Architektur. Reinhard Schütze kann dem nicht widersprechen und findet es bemerkenswert.

2009 hat Dirk Jüchter das Mausoleum zum ersten Mal gesehen. Er hatte den Eindruck, dass es aussieht wie auf einem Bild. Ein eingefallenes Gebäude und rundherum spielen Kinder. Er wurde gefragt, ob er dem Verein mit damals 16 Mitgliedern beitreten möchte. Dies tat er und wurde zum Kassenwart gewählt. Heute sitzt er im Vorstand.

Am Tag des offenen Denkmals, der am 8. September 2019 stattfindet, steht das Mausoleum für Interessierte offen.

Von Montag bis Freitag heißt es zwischen 12 und 13 Uhr bei NDR 1 Niedersachsen „Die Plattenkiste – Hörer machen ein Musikprogramm“ und die Sendung wird komplett von den Gästen gestaltet. In der Sendung können sich Vereine, Clubs, Organisationen vorstellen – egal ob Chor, Surfclub, Theater- oder Selbsthilfe-Gruppe. Informationen zur Bewerbung unter www.ndr1niedersachsen.de

Für Rückfragen und für die Veröffentlichung dieser Kontaktdaten setzen Sie sich bitte mit Reinhard Schütze | Tel.: 0174 3065 585 | oder per Mail: reischue@vodafonemail.de in Verbindung.

v.l. Michael Thürnau, Reinhard Schütze, Heinz Wiegmann, Dirk Jüchter

 

Weitere Fragen zur Sendung beantwortet Ihnen gern NDR 1 Niedersachsen | Selina Schmidt | Tel.: 0511 988-2171.

 

Grundsicherung abgeschlossen

 

Die Grundsicherung des Mausoleums im Sundern ist im vorgegebenen Zeitrahmen erfolgreich abgeschlossen worden und vom Denkmalschutz als "gelungen" bezeichnet. Das Land Niedersachsen hat dem Mausoleum die Denkmalschutzplakette des Landes verliehen, die inzwischen an dem einzig stehengebliebenen Turm angebracht worden ist. Damit ist das Mausoleum erst das zweite Objekt in Niedersachsen, dem diese Auszeichnung gewährt wurde.

Die Erdarbeiten am Ringgraben unter der Federführung des Gewässer- und Landschaftspflegeverbandes begannen am 17.10.2013. Der Graben wurde auf seine ursprüngliche Tiefe ausgebaggert und der Aushub am nord-östlich gelegenen Waldrand abgelegt. Aus dem deponierten Schlamm-Steine-Gemisch wurden Originalsteine mit Wasser herausgespült und in bereitgestellten Containern geborgen. Wider Erwarten kamen zahlreiche Original-Ziersteine zum Vorschein, deren Verwendung in den Maßnahmen aber nicht eingeplant waren (die Identifizierung, Lokalisierung und Verwendung dieser Funde muss einem Folgeprojekt vorbehalten bleiben). Die Arbeiten am Wassergraben konnten am 28.10.2014 beendet werden. Die Container stehen mit den aufgefundenen Originalsteinen gegenwärtig auf dem Bauhof der Stadt Hemmingen.

Die Sanierungsarbeiten am Mausoleum selbst durch die im Ausschreibungsverfahren ermittelte Fa. Mehnert begannen am 24.10.2010. Bei den Arbeiten wurde wie folgt schrittweise vorgegangen:

  • Freilegung der verschütteten Grundmauern und des Innenraums des Mausoleums per Hand und Radlader.
  • Bergung von Originalsteinen; Ziegel-, Form- und Sandsteine wurden zur späteren Verwendung sortiert.
  • Entfernung des Mauerwerks vom Pflanzenbewuchs
  • Herstellung der südlichen Gebäudemauer mit aufgefundenen Originalsteinen
  • Stabilisierung des linken Eingangsturms, jedoch ohne Anbringung von Formsteinen
  • Sicherung der Reste des rechten Eingangsturms bis zu einer Höhe von ca. drei Metern
  • getreppte Herstellung von Teilen der nördlichen Außenmauer mit neuen Ziegelsteinen
  • niedriger Abschluss der südlichen Außenmauer mit den restlichen Originalziegelsteinen.
  • Reinigung und Erneuerung aller Fugen an der erhaltenen Bausubstanz

Auf Grund des verhältnismäßigen milden Winterwetters konnten die Arbeiten am 19.12.2013 beendet werden.

Mit der Bauleitung und Planung war IGP Gockel GmbH & Co. KG betraut.

   

 

 

 

Übergabe des Denkmals Mausoleum nach der Grundsicherung am 30.April 2014

 

Am 30. April 2014 wurde das durch Baumaßnahmen gesicherte und teilweise ergänzte Denkmal Mausoleum der Öffentlichkeit übergeben. Der Vorsitzende des Fördervereins Dirk Jüchter begrüßte die ca. 60 Gäste u.a. den Landtagspräsident a.D. Jürgen Gansäuer, den Bürgermeister Schacht-Gaida und den Bauhistoriker Sid Auffahrth, die der Einladung gefolgt waren. Der Bürgermeister würdigte in seinem Grußwort die erfolgreiche Arbeit des Verein. Der stellvertretende Vorsitzende des Vereins Prof. Dr. Wolfgang Kilian zeigte in seinem anschließenden Beitrag wie mühevoll und lang der Weg war, um um Unterstützung zu werben und die Finanzierung zu sichern. Für die nächste Zeit ist geplant, mit den bei der Baumaßnahme vorgefundenen Ziersteinen den Turmfries zu ergänzen. Mit großer Aufmerksamkeit verfolgten die Anwesenden den Ausführungen von Jürgen Gansäuer über die Bedeutung und den Sinn von Denkmalen. Zum Abschluss wies Sid Affahrth in seinem interessanten Vortrag über den Baumeister des Mausoleums Laves auf die baugeschichtliche Bedeutung des Bauwerks hin.

Das Mausoleum ist gesichert!

Bauarbeiten

Bauarbeiten: Sicherung des Eckturms (Foto Jüchter)

Das Mausoleum des Generals Graf Carl von Alten, das die beiden Weltkriege unbeschadet überstanden hatte, wurde aber nach dem Zweiten Weltkrieg geplündert und verfiel seither. Dem im Jahre 1987 gegründeten Mausoleumsverein gelang es erst im Jahre 2013, finanzielle Mittel für die Grundsicherung des Denkmals bei Stiftungen und privaten Spendern einzuwerben. Nach Erteilung der Genehmigungen durch die Naturschutzbehörde und die Denkmalschutzbehörde wurden zwischen Oktober und Dezember 2013 im Wesentlichen folgende Sicherungsarbeiten durchgeführt:

- Entschlammung des Ringgrabens um das Denkmal und die (unvorhergesehene)

Bergung von Originalsteinen

- vorläufige Zwischenlagerung des Aushubs und der Originalsteine

- Freilegung der verschütteten Grundmauern und des Innenraums des Mausoleums

- Herstellung der südlichen Gebäudemauer mit aufgefundenen Originalsteinen

- Reinigung und Erneuerung aller Fugen an der erhaltenen Bausubstanz

- Stabilisierung des linken Eingangsturms, jedoch ohne Anbringung von Ziersteinen

- Sicherung der Reste des rechten Eingangsturms bis zu einer Höhe von ca. 3 Metern

- getreppte Herstellung von Teilen der nördlichen Außenmauer mit neuen Ziegelsteinen

- niedriger Abschluss der südlichen Außenmauer mit den restlichen Originalziegelsteinen.

 

Die Bauarbeiten waren von vornherein durch die verfügbaren Finanzmittel begrenzt und konnten innerhalb der vom Naturschutz vorgegebenen Zeitspanne abgeschlossen werden. Die geborgenen schweren Sandsteine werden mit Genehmigung der Naturschutzbehörde am Waldrand gelagert, die übrigen Form- und Ziegelsteinreste auf den Bauhof der Stadt Hemmingen in Arnum verbracht, sobald Frostwetter die Wege befahrbar macht. Dann soll auch Kies zum Schutz des Fußbodens im Innenraum des Mausoleums aufgebracht werden.

 

Der Mausoleumsverein plant im Jahr 2014 - soweit vorhanden - Originalreste von Ziersteinen am renovierten Turm anzubringen sowie den zu ca. 30 % erhaltenen Fußboden zu restaurieren oder dauerhaft zu sichern. Außerdem soll eine angemessene Beschilderung zum und am Mausoleum erfolgen. Ein QR-Schild, das Smartphone automatisch zu detaillierten Informationen auf der Webseite des Mausoleumsvereins verknüpft, ist bereits am Turm angebracht, das Denkmalschild des Landes Niedersachsen ist beantragt.

 

(Text: Kilian)

Preis für Denkmalpflege 2016

Denkmalpreis1

H. Schormann  (Sparkassenstiftung), I. + D. Jüchter (Förderverein Mausoleum), H. Jagau (Sparkasse Hannover) (v. l.)                                                                                                  Foto Anke Lütjens

Der Mausoleumsverein hat den Preis für Denkmalpflege 2016 der Nieders. Sparkassenstiftung für seine Arbeit am Mausoleum erhalten. Bei einer Feier würdigte der stellv. Geschäftsführer der Stiftung Michael Heinrich Schormann  die archtektonische und historischen Bedeutung des Bauwerks und das private Engagement, das der Förderverein für den Erhalt dieses Baudenkmal aufgebracht hat. Anschließend überreichte Dr. Heinrich Jagau, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hannover, die Urkunde mit dem Geldpreis. (s.a. Presseschau)